Was hält eine Gesellschaft zusammen?

Die Corona-Krise schafft viel Klarheit. Was zählt wirklich? Welche Werte und Tätigkeiten sind lebenswichtig für eine Gesellschaft? Waren es früher Werte wie Individualismus und Freiheitsliebe, die es zu schützen galt, steht jetzt das Miteinander, die Solidarität mit den vulnerablen Menschen und der Verzicht des Einzelnen für die Gemeinschaft an vorderster Stelle.

Frauen sind (derzeit) das Rückgrat der Gesellschaft:

Waren Mütter, Krankenschwestern, Kindergartenpädagoginnen, Volkschullehrerinnen, Kassiererinnen, Supermarktangestellte und Reinigungskräfte VOR Corona oftmals eine Selbstverständlichkeit, sind es genau diese Menschen die nunmehr als „Heldinnen des Alltags“ gemeinsam mit vielen anderen systemrelevanten Berufsgruppen in Österreich zu Recht vor den Vorhang geholt werden.

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Betrachtet man die Statistiken (Quelle: Bundesagentur für Arbeit) so wird deutlich: 92,9 Prozent der Betreuungsberufe, 76 Prozent der Gesundheitsberufe (ausgenommen Ärztinnen) und 72,9 Prozent im Einzelhandel sind weiblich. Care- und Familienarbeit, also die unbezahlten Aufgaben im Familienhaushalt, werden vorwiegend noch zusätzlich von Frauen gestemmt. Frauen waren historisch betrachtet besonders auch in Krisenzeiten stets das Rückgrat der Gesellschaft.

„It takes a village“ gilt nicht nur in der Kindererziehung, sondern auch jetzt in der Krise. Indem jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leistet: Die einen in dem sie zuhause bleiben, die anderen in dem sie jeden Tag ihrer Arbeit weiterhin nachgehen, weil diese lebensnotwendig ist.

Corona macht deutlich, dass gerade nicht-monetäre Werte für den Zusammenhalt einer Gesellschaft unerlässlich sind. Ehrenamtliche Tätigkeiten, zu helfen, wenn niemand hinschaut, all das macht Österreich so stark.

Was hält eine Gesellschaft zusammen? Eine Frage die hoffentlich auch NACH Corona ein Teil unseres Diskurses in Österreich sein wird.

Dr. Sarvenas Enayati
Dr. Sarvenas Enayati

31 März 2020

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Helikopter Geld ein zukunftsfähiger Weg?

Kanzlerin Angela Merkel spricht von der größten Herausforderung nach dem 2. Weltkrieg. Auch unsere Regierung tritt geschlossen auf und appelliert – zu Recht, dass außergewöhnliche Umstände außergewöhnlicher Maßnahmen bedürfen: Konjunkturpakete riesigen Ausmaßes sollen Menschen und Unternehmungen in Branchen, die von Corona besonders betroffen sind zugute kommen und helfen diese globale Gesundheitskrise gemeinsam zu meistern.

So ist diese Tage aber auch das Gedankenexperiment „Helikoptergeld“ des Ökonomen und Nobelpreisträgers Milton Friedman zur Illustration der Grundprinzipien seiner monetären Theorie des Geldes  wieder in aller Munde und wird kontrovers diskutiert. Wenn nichts mehr geht, so solle jeder Bürger von den Zentralbanken direkt Geld bekommen

Die zentrale Frage von Nobelpreisträger Milton Friedman war: Was geschieht, wenn eine Zentralbank das von ihr gedruckte Geld in einen Helikopter laden und über den Bürger einer Gemeinde abwerfend würde. Die Bewohner dies dann hastig einsammeln würden und jeder von ihnen überzeugt wäre, dass es sich um ein einmaliges Ereignis handle, das niemals wiederholt wird?

Ziel ist es aus Sicht von Milton hiermit Wirtschaftswachstum, die Arbeitsplätze und den Konsum zu stabilisieren bzw. wieder anzukurbeln. Allerdings gilt es zu beachten, dass dieses neue geschaffene Geld, dann später nicht einfach wieder dem Geldkreislauf entzogen werden kann. Aber zumindest kann so kurzfristig den Menschen und Unternehmungen in der Krise geholfen werden so das Konzept.

Dieses Konzept bedarf jedoch Verteilungsgerechtigkeit um zielführend zu sein , wird an dieser Stelle noch hinzufügt.  Würde Helikopter Geld eine bleibende Maßnahme werden würde es stark an das von manchen geforderte Konzept des bedingungslosen Grundeinkommen erinnern, Menschen würden Geld bekommen ohne dafür zu arbeiten.

Die Regierung der  Vereinigten Staaten lehnt sich an das Konzept von Nobelpreisträger Milton an und verteilt nunmehr aus ihrem Haushalt Geld direkt an die Bürger.

Das Helikopter Geld führt allerdings auch dazu, dass Wirtschaft nicht neu gedacht wird, sondern ein Konzept angewandt wird wie man eine Wirtschaft die sich durch rasantes Wachstum und (zu) viel Konsum auszeichnet, weiter aufrechterhalten kann. Selbstverständlich muss jetzt kurzfristig alles getan werden um möglichst viele Arbeitsplätze und private Haushalte zu retten, aber es wäre wichtig und  gut nach Corona auch mal kurz Inne zu halten und zu überlegen, können wir Wirtschaft neu denken? Ist eine Wirtschaft in der es für das Sparen keine Zinsen mehr gibt und viele dadurch aufs Sparen vergessen bzw. sich keinen Sinn darin sehen oder es sich auch einfach schlicht nicht leisten können zukunftsweisend?

Mitten in der Pandemie denken viele Menschen in Österreich auch über ihr Erspartes nach. Liegen doch auf Österreichs Sparbüchern über 200 Milliarden Euro. Notgedrungen denken viele nach, weil was tun wenn es keine Zinsen aufs Sparbuch gibt und die Geldmenge in Europa und weltweit derzeit massiv erhöht wird. Die oft titulierte Krisenwährung physisches Gold erfährt momentan eine riesige Nachfrage. Viele sparen jetzt zusätzlich zum Sparbuch auch Gold an – für die Kinder und Enkelkinder. Auch Direktinvestments (Aktien) werden von vielen Menschen immer mehr in Erwägung gezogen. Denn  solange das Wirtschaftsgeschehen nicht neu gedacht wird, bleiben und sind viele börsennotierten Unternehmungen, die Marktführer sind in ihren Branchen und Nischen weiterhin Profiteure im Wirtschaftsgeschehen.

Was die Corona-Pandemie  deutlich macht ist wie vernetzt die Welt ist. Wie sehr wir von einander abhängig sind.  Diesem Umstand könnten wir aber auch mit viel Zuversicht begegnen und uns entscheiden weltweit gemeinsam und geschlossen der Corona Pandemie zu trotzen und auch post Corona uns die Interdependenz der Welt zu Gute machen und nach dem Motto die Zukunft gestalten: „If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together“.

Dr. Sarvenas Enayati
Dr. Sarvenas Enayati

29 März 2020

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Frauenpower in der Partnerbank – 365 Tage im Jahr

Nicht nur am Weltfrauentag findet man bei der Partnerbank gelebte Frauenpower: Sei es im Risikomanagement, im Wertpapiersettlement, in der Buchhaltung, im Compliance, im Talent Management oder im Business Development. Auch beim Banknachwuchs, bei unseren Auszubildenden bzw. Lehrlingen, sind Frauen stark vertreten. Nicht zuletzt sind auch drei Prokuristinnen und zwei Frauen im Dreier-Vorstand der Partner Bank mit viel Freude im Einsatz.  An dieser Stelle darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Geschicke der Partner Bank ebenso von vielen engagierten Männern hervorragend gestaltet wird. Um unsere Kunden und Partner aus den Nachbarländern Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Slowenien in ihrer Muttersprache betreuen und unterstützen zu können sind viele unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehrsprachig.

Es ist wichtig, mit dem Weltfrauentag das Bewusstsein für die Gleichberechtigung in Erinnerung zu rufen. Aber auch, um an diesem Tag speziell Frauen vor den Vorhang zu holen und aufmerksam zu machen, dass wahrer Fortschritt in einer Gesellschaft nur möglich ist, wenn Mann und Frau sich mit ihrem vollen Potenzial – Seite an Seite – einbringen dürfen und können. 

P.S. An dieser Stelle noch ein Filmtipp: Die Berufung – der Kampf für Gerechtigkeit

Dieser Film handelt von Ruth Bader Ginsburg und ihrem Aufstieg als Richterin im obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (sie ist mit ihren 87 Jahren noch immer im Supreme Court als beisitzende Richterin tätig) und all den Diskriminierungen, die sie dabei überwinden musste. Ruth Bader Ginsburg beginnt als eine von neun Frauen ihr Studium an der juristischen Fakultät der Universität Harvard und muss sich anschließend in einem von Männern dominierten Umfeld behaupten. Sehenswert!

Dr. Sarvenas Enayati
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9 März 2020

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Zu Gast beim 2. Geld Tag der OÖN

Als die Oberösterreichischen Nachrichten bei uns anfragte, ob wir gerne auch an ihrer hochkarätigen Veranstaltungsreihe „Geld-Tag“ mitwirken möchten, haben wir gerne zugesagt.

Andreas Fellner, Vorstandsmitglied der Partner Bank wurde eingeladen – neben Münze Österreich – seine Expertise zum Thema physisches Gold zu teilen.  Ein historischer Überblick von der Entstehung des Goldes, über Bretton Woods bis zur Tatsache, dass viele Notenbanken immer mehr physisches Gold als Reserve ankaufen, waren Gegenstand der dynamischen Talkrunde. Aber auch interessante Beiträge rund um das Thema Immobilien und Versicherungen wurden lebhaft diskutiert.

Über die zahlreichen anregenden Gespräche an unserem Stand freuten wir uns sehr.  Auch ist es immer eine großartige Gelegenheit andere Banken und Unternehmen aus der Region zu treffen und sich auszutauschen.  Ist uns doch allen gemein, dass wir Menschen bei den wichtigen Fragen rund um das Thema Geld und Vorsorge kompetent und verlässlich begleiten möchten.

Die hohe Besucherzahl hat gezeigt, wie wichtig Menschen dieses Thema ist und welche Möglichkeiten es in der Nullzinslandschaft gibt. Auffallend war: Viele der Besucher zählen zu den „Best Agern“. Sie haben sich bereits einen gewissen Wohlstand aufgebaut und möchten diesen gerne weiter erhalten bzw. vergrößern. Es wäre toll wenn auch immer mehr junge Menschen mit dieser ausgezeichneten Veranstaltungsreihe OÖN-Geld Tag erreicht werden. Denn diese stehen vor der Herausforderung sich überhaupt erst einen Wohlstand aufzubauen.

Dr. Sarvenas Enayati
Dr. Sarvenas Enayati

10 Februar 2020

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